
Wer heute eine Veranstaltung organisiert, muss auf viele Gegebenheiten und Vorschriften achten. Vor allem Jugendlichen ist die Reichweite bei Events oft nicht bewusst oder es wird den jungen, potentiellen Veranstaltern bereits im Vorfeld wegen vielen Auflagen und Gefahren das angepeilte eigene Event madig geredet.
Die Anregung, einen Workshop über die richtige Vorbereitung zu Partys, Events oder sonstigen Feiern abzuhalten, kam aus der Jugendszene in Bad Königshofen. „Wir wollen alles richtig machen und im Vorfeld Risiken und Unwägbarkeiten beiseite räumen“, erklären die Jugendleiter vom Jugendzentrum JuZ in Bad Königshofen. Zusammen mit dem Kreisjugendring Rhön-Grabfeld und Mainpop (Popularmusikförderung des Bezirks Unterfranken) veranstaltet das jukunet, (Jugendkulturnetzwerk aus Bad Königshofen) für alle interessierten Jugendlichen am Samstag, den 19. November einen Workshop im Gewölbekeller im archäologischen Museum Bad Königshofen. Über drei Stunden stand mit Joachim „Jojo“ Schulz aus Würzburg ein Veranstalter aus Passion Rede und Antwort. Der 39 Jährige gelernte Bankkaufmann und Diplom-Sozialpädagoge hat aus seiner Leidenschaft, Musik zu spielen, einen Beruf gemacht und ist seit 2004 Betreiber der Veranstaltungsagentur Tunefish Entertainment in Würzburg.
Warum spielen bekannte Bands nicht bei uns im Ort und was ist zu beachten bei einer öffentlichen Partyveranstaltung? Welche Kosten treten auf und wer trägt das Risiko oder warum gibt es nicht ein schickes Festival, bei uns vor Ort? Fragen kann es unzählige geben über das „richtig“ Veranstalten. Aber die Sorge einen weitreichenden Fehler zu machen ist groß. Was muss man alles berücksichtigen, welche gesetzlichen Vorschriften gibt es. Wie kalkuliere ich ein Konzert, Party oder Festival ohne auf unerwartete Überraschungen zu stoßen.
Das Seminar, an dem 25 interessierte, junge Erwachsene aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen teilnahmen, gab einen Überblick über Risiken und Haftungsfragen und beleuchtete die unterschiedlichen Auflagen. Es bot eine Übersicht über mögliche Kosten und vermittelte konkrete Tipps, um mit Eigenengagement die gewünschte Veranstatlung auf die Beine zu stellen. Ebenfalls wurden Themen wie Veranstaltungshaftplicht, GEMA, KSK, Ausländersteuer, Bühnenanweisungen, Verträge, Auflagen wie Versammlungsstättenverordnung, Emmissionsrecht, Ausschankgenehmigungen und Jugendschutz angesprochen. Aber auch Kalkulation und Promotion für eine Veranstaltung standen auf dem Programm des Workshops.
Text und Bild: Thomas Hälker





